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10.12.2015

Pressesprecher der Bahn bestreitet im SWR-Fernsehen quellfähige Anhydritschicht unter dem Fernsehturm

Die heutige SWR-Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ hat die Warnungen der Fernsehturmfreunde.de unter dem abrufbaren Videotitel "Wird der Fernsehturm zum Schiefen Turm?" aufgegriffen. Und wie reagiert die Bahn auf diese Forderung?

Jörg Hamann, Pressesprecher der Projektbau Stuttgart-Ulm GmbH, dementiert in der von 250.000 Baden-Württembergern gesehenen Sendung schlichtweg, dass dort überhaupt Anhydrit vorhanden ist! So sagt er ab Minute 2:05: „Die Frage stellt sich hier gar nicht, weil wir dort unter dem Fernsehturm im ausgelaugten, trockenen Gipskeuper bauen, und der Abstand zwischen dem Tunnel und den wasserführenden Schichten so groß ist, dass es ausgeschlossen ist, dass dort Wasser eindringen kann.“

Hier wird eine große Fernsehöffentlichkeit von der Bahn eindeutig an der Nase herumgeführt! Alle geologischen Schnitte der Bahn zeigen, dass die beiden Fildertunnelröhren ab Degerloch-Süd bis hinab zur Haußmannstraße auf 4,3 Kilometer Länge durch unausgelaugten quellfähigen Gipskeuper gebohrt werden sollen! Siehe z.B. diese Karte des Bahnbeauftragten Prof. Dipl.-Ing. Walter Wittke: 

Diese geologischen Schnitte müssen einem Pressesprecher der Projektgesellschaft bekannt sein! Findet sich doch auf der Homepage seiner Projektgesellschaft folgende Originalgrafik zum Fildertunnel, die in blass-hellgrauer Darstellung eine bis zu 90 Meter mächtige unausgelaugte anhydritführende quellfähige Gipskeuperschicht unterhalb des Fernsehturm ausweist:

Wir Fernsehturmfreunde werden versuchen, eine Richtigstellung vom Bahnsprecher zu erwirken, damit sich die DB nicht dem Verdacht ausgesetzt sieht, ihre unüberlegt risikofreudige Trassierung des Fildertunnels im quellfähigen Gipskeuper unter Baden-Württembergs Wahrzeichen hindurch gegenüber allen Fernsehturmfreunden in Stadt und Land verharmlosen zu wollen.

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